Sexuell übertragbare Krankheiten
Sexualität beinhaltet neben allen positiven Seiten auch belastende Aspekte. Einer davon ist die Möglichkeit sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken.
Eine Infektion mit HIV bedeutet für alle Betroffenen einen tiefen Einschnitt in die eigene Biographie mit weit reichenden Konsequenzen.
Aufgrund unserer medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten ist HIV/AIDS zu einer chronischen, unheilbaren Krankheit geworden.
Diese Tatsache hat bei vielen Menschen zu einer Banalisierung von HIV/AIDS geführt.
Eine sexuell übertragbare Krankheit vergrössert die Infektiosität in Bezug auf HIV, sowohl beim gebenden wie auch beim empfangenden Sexualpartner. Aufgrund dieser Wechselwirkung braucht es Beratungs- und Präventionsarbeit in Bezug auf HIV/AIDS, wie auch in Bezug auf die anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (wie z.B. HIV/Aids, Chlamydien, Tripper, Hepatitis C, Herpes, Syphilis)

Ziele unserer Beratungs- und Präventionsarbeit sind:
  • Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten sowie deren soziales Umfeld zu beraten und zu unterstützen.
  • Solidarität mit betroffenen Menschen zu fördern sowie die Aufrechterhaltung ihrer Lebensqualität zu gewährleisten. Mit dem Nothilfefonds werden positive Menschen und deren Familien unbürokratisch und rasch in schwierigen Situationen finanziell unterstützt.
  • Die Infektion von neuen HIV/Aidserkrankungen und sexuell übertragbaren Krankheiten zu verhindern

Dienstleistungen:
Wir beraten und unterstützen HIV-positive Menschen und deren Angehörigen in persönlichen Gesprächen. Mit dem Nothilfefonds werden positive Menschen und deren Familien unbürokratisch und rasch in schwierigen Situationen finanziell unterstützt.
Wir beraten Menschen am anonymen HIV-Telefon oder Online zu Risikosituationen und zu allen Fragen bezüglich sexuell übertragbaren Krankheiten.
Wir führen zielgruppenspezifische Präventionsarbeit durch, z.B. im Rahmen des Projekts APiS (Aids-Prävention im Sexgewerbe).
Zusammen mit betroffenen Menschen führen wir sexualpädagogische Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen zu STIs in schulischen und ausserschulischen Institutionen durch.

Informationen:

Safer sex:

  • bei eindringendem Verkehr immer Präservative (oder Femidom) verwenden
  • Oralverkehr: Kein Sperma in den Mund
  • keine orale Befriedigung der Partnerin während ihrer Menstruation
  • vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen bei Oralverkehr
    nur Dental Dams bzw. Präservative
  • rascher Arztbesuch bei körperlichen Anzeichen einer sexuell
    übertragbaren Krankheit. Allenfalls Impfung gegen Hepatitis-B Virus

Safer use:
  • immer nur eigenes Spritzbesteck und Zubehör (Löffel, Filter, Watte, Wasser) verwenden
  • und zwar nur bei sich selbst
  • auch Sniff-Utensilien nicht teilen (wegen Hepatitis C)
  • sich auf Hepatitis testen, gegebenenfalls gegen Hepatitis impfen lassen

Virusbedingte sexuell übertragbare Krankheiten sind:

  • Herpes Genitales
  • Feigwarzen
  • Hepatitis A, B, C
  • HIV/Aids

Die wichtigsten bakteriell verursachten sexuell übertragbaren Krankheiten sind:
  • Gonorrhöe oder Tripper
  • Syphilis oder Lues
  • Chlamydieninfektion